Biografie
Das Leben und Werk von Hans Florey sind eng miteinander verwoben. Seine künstlerische Entwicklung und ganzheitlich-harmonikale Denkweise spiegeln sich nicht nur in Ausstellungen und Konzertprojekten wider, sondern auch in seiner Lebenseinstellung.
Die Biografie bietet Einblicke in Stationen seines Lebens – als Grundlage für das Verständnis seines Schaffens.
»Den Menschen und Künstler Hans Florey wenigstens annäherungsweise zu fassen kann gelingen, wenn wir weniger Vergangenheit, sondern vor allem Gegenwart und Zukunft ins Auge fassen.«
Dr. Dieter Bogner | Salzburg, Juli 2013
Hans Florey | 1931–2013
Hans Florey
1931–2013
Musiker, bildender Künstler und Kusttheoretiker
- Geboren am 21. März 1931 in Salzburg, Österreich.
- Flötenunterricht an der Musikhochschule Mozarteum bei Prof. Kurt Redel.
- Erster Malunterricht bei Prof. Edel Noth in Salzburg.
- 1949–1955: Studium und Diplom an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, bei Prof. Sergius Pauser (und Herbert Boeckl)
- 1950–1957: Studium und Konzertdiplom in Querflöte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, Wien bei Prof. Josef Niedermayer und Prof. Hans Reznicek. In dieser Zeit Substitut bei den Wiener Philharmonikern und erster Flötist im Kurorchester Bad Gastein unter Hans Schneider.
- 1957: Durch den Komponisten Nikolaus Fheodoroff Zugang zu Werk und Zwölftontheorie von Josef Matthias Hauer (1883-1959) sowie zu dessen Tropen- Entdeckung (1921).
Lehrtätigkeiten
- 1956–1964: Lehrtätigkeit für Querflöte und Blockflöte am Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt.
- 1964–1992: Professor für Querflöte und Blockflöte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Graz.
- 1965–1973: Vorlesung über Farbenlehre im Rahmen der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz.
»In ganzheitlich-harmonikalem Sinne und in einer von allen Ursachen unserer Empfindung und aller materiellen Erscheinung losgelösten Form deute ich Farbe und Klang als das in Totalität erfassbare Veränderliche unserer Seh- bzw. Hörempfindung«
Hans Florey, Analytische Bemerkungen zu J.M. Hauers letztem Zwölftonspiel | 1988
Arbeiten und Ausstellungen
- 1965: Darstellung einer mathematisch exakten Reihung der Tropen in Zahl, Farbe und Klang.
- 1973–1974: Erstmaliges Zuordnen der Tropen zu Magischen Quadraten und Platonischen Körpern.
- 1976–2009: Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Ungarn. Schriften und Texte zu den theoretischen Grundlagen seines Werkes, und Analysen zu J.M. Hauers Zwöftontechnik.
- Seit 1977: Klang-Übersetzungen seiner Farbbilder und Farbobjekte. Kompositionen vor allem für Klavier, Violine und Gesang.
- Seit 1978: Mitglied der Wiener Secession.
»Der Kreis ist das vollkommene Gleichverhältnis zu einem Zentrum; ich deute ihn als Totalspiegel unserer Selbstprojektion im geometrischen Punkt. Der Kreis ist Symbol unseres Allbewusstseins. Er bewirkt die Auflösung der Polarität Anfang und Ende, wie auch die Loslösung vom Ich- und Einzelstandpunkt. (…) Am Bild des Kreises ermöglicht das Achsenkreuz die zeitlich-räumliche Orientierung.«
Hans Florey, Analytische Bemerkungen zu J.M. Hauers letztem Zwölftonspiel | 1988
- 1992–1993: Kanonvariationen für Klavier mit neun dazugehörigen Farbpartiturbildern. Seit 2001 ständige Werkrepräsentation im NOMOS Gerhard-Zeller-Institut für ganzheitlich-harmonikale Strukturformen, Zahl-Farbe-Klang im Werk von Hans Florey in Graz.
- Seit 2001: Ständige Werkrepräsentation im NOMOS Gerhard-Zeller-Institut für ganzheitlich-harmonikale Strukturformen, Zahl-Farbe-Klang im Werk von Hans Florey in Graz.
- 2008: Arbeiten mit den Tropen der Platonischen Körper.
- 2010: Formulierung der Vier Urformen des ganzheitlich-harmonikalen Gesetzes.
- 2011: am 21. März, Festkonzert zum 80. Geburtstag im Konzerthaus Wien
- Gestorben am 10. Juli 2013 in Salzburg, Österreich.