Ausstellungen
Zur Ausstellung „Hans Florey | Zahl – Farbe – Klang“
»Ein alter Traum des Abendlandes gilt der Synthese von Mathematik, Musik und Malerei – der universellen Kunst, die ein objektives Gesetz vollzieht. Die Pythagoräer entdeckten das Prinzip der Intervalle und Akkorde und versuchten daraus die Harmonie der Sphären zu entwickeln, die Architekten der Gotik bauten steinerne Choräle, das Abendland brachte die Musik auf den Kontrapunkt, und Johann Sebastian Bach schloss den Kreis der Quinten.
Das Jahrhundert der Zwölftonmusik schuf schließlich das Reich der ausgewogenen Reihen. Hans Florey fasste die Symbiose von Zahl, Farbe und Klang in sein ganzheitlich-harmonikales Gesetz. Diese intensive Verflechtung von Musik und Bildender Kunst ist charakteristisch für Floreys künstlerischen Werdegang und sein Schaffen.«Dr. Erich Marx, Direktor Salzburg Museum | 2009
Personalausstellungen
Personal-
ausstellungen
In diesen Ausstellungen standen ausschließlich die Werke von Hans Florey im Mittelpunkt. Sie boten Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit seinem künstlerischen Schaffen.
1976
- Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum
- Wien, Hochschule für angewandte Kunst
1977
- Schloss Rosenberg, Galerie Zell am See
- Wien, Modern Art Galerie
- Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum: Farbtotalität in 35 Grundbildern
1983
- Nestelbach, Steiermark, Privatgalerie Franz und Wilma Moser Wien
1985
- Ostschweizer Ökozentrum bei St. Gallen
1986
- Graz, Schloss Metahof, Österreichische Akademie für Führungskräfte
- Kirchberg am Wechsel, Elftes Internationales Wittgenstein Symposium
1987
- Klagenfurt, Kunstverein für Kärnten – Künstlerhaus
1990
- Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum
- Klagenfurt, Kärntner Landesgalerie
- Budapest, Feszek-Club
1992
- Gmunden: Kammerhofgalerie
1995
- Wien, Palais Wittgenstein: Varwe Musica
1997
- Linz, Ursulinenhof, Club der Begegnungen: Österreichische Glaskunst heute
1999
- Neumarkt, Steiermark, Baustelle Schloss Lind: Das harmonische und
harmonikale Gesetz der fünf platonischen Körper. - Linz, Ursulinenhof, Club der Begegnungen: Österreichische Glaskunst heute
2001
- Graz, Eröffnung der ständigen Werkrepräsentation NOMOS/Gerhard-Zeller-Institut für ganzheitlich-harmonikale Strukturformen, Zahl-Farbe-Klang im Werk von Hans Florey
2002
- Bad Ischl, Galerie Rytmogram: Zahl-Farbe-Klang
2005
- Feldkirch, Landeskonservatorium: Neun Kanonvariationen
4.7.2008 – 1.3.2009
- Salzburg Neue Residenz, Salzburg Museum, Zahl-Farbe-Klang
Ausstellungsbeteiligungen
Ausstellungs-
beteiligungen
Hans Floreys Werk wurde auch im Kontext verschiedener Kunstströmungen gezeigt – etwa des Konstruktivismus und anderer logisch-exakter Tendenzen des 20. und 21. Jahrhunderts.
1976
- Forli und Modigliana/Premio Silvestro Lega, Italien: Colore
1977
- Tulln, Geometrica 77
1978
- Wien, Secession: Logische Kunst
- Deutschlandsberg, steirischer herbst: Konstruktive Aspekte der zeitgenössischen Kunst
- Wien, Künstlerhaus: Internationale Kunstmesse K45 Exakte Tendenzen
- Niederösterreich-Gesellschaft für Kunst und Kultur: Wanderausstellung „Was kann Kunst – kann Kunst was?”
1979
- Bonn, Galerie Circulus: Exakte Tendenzen
- Ravenna, Pinacoteca Comunale: Colore- Sensibilità- Sensibilizzazione
- Wien, Secession: Die Mitglieder der Wiener Secession, Malerei – Plastik – Zeichnung – Objekte – Fotos
- Schloss Buchberg, NÖ: Theorie und Praxis der konstruktiven Kunst heute, internationales Symposium
1980
- Graz, Neue Galerie und Künstlerhaus: 70 bis 80 – Elf Jahre Kunst in der Steiermark
- Wien, Secession: Gruppe 77, Graz, mit Gästen „Nicht realisierte Projekte – Realisationen“
1981
- Graz, steirischer herbst: Analyse 82
1984
- Wiener Neustadt, Wanderausstellung des NÖ Kulturforums: Meditation – Reflexion – Vision
1985
- Breitenbrunn, Burgenland: Begegnungen
1987
- Brüssel, Palais des Beaux Arts: Face à Face, Europalia 87 – Österreich
1989
- Hagen, Deutschland, Karl-Ernst-Osthaus- Museum: Aus dem Würfelmuseum
1990
- Fulda, Deutschland, Projektgalerie „New Space“
1992
- Graz, steirischer herbst: „Identität – Differenz“ , Tribüne Trigon 1940-1990
Topographie der Moderne
1994
- Wien, Ambrosi—Museum: Kompositionen aus den Beständen der Artothek des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
1995
- Budapest, Ludwig Museum Budapest: Jenseits von Kunst, anlässlich der österreichischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union
1997
- Graz, Neue Galerie: Jenseits von Kunst
- Wien, Künstlerhaus: Der Klang im Bild
1998
- Antwerpen, Niederlande, MUHKA – Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen: Voorbij de Kunst
2001
- Gmunden, OÖ, 11. Gmundner Symposium: Fahnen an der Traunbrücke
2002
- Schloss Buchberg, NÖ: „Farbe: Form: Klang“ – Unbekanntes aus der Sammlung Bogner
2003
- Wien, Parlament, Ausstellung „zur Farbe“
2005
- Austria Center Vienna: Motiva
- MUMOK Wien: Entdecken und Besitzen
2006
- Deutsch Villa, Strobl am Wolfgangsee: Nähe Ferne
2008
- Kammerhofgalerie Gmunden, OÖ: Geometrie und Konzept
Rationale Farbmetrik
»Die Farbe, meinen Bildgegenstand, deute ich als das in Totalität erfassbare Veränderliche unserer Sehempfindung und assoziiere sie mit keiner anderen Vorstellung. Die Gesamtkontinuität der Farbparameter Ton, Helligkeit und Intensität lässt sich mittels Farbtonkreises sowie den Koordinaten Farbhelligkeit und Farbintensität in Form eines Doppelkegels denken, der als Modell das Format unseres Farbdenkens veranschaulicht. (…) Den Sinn meiner magisch-harmonikalen Farbordnungen sehe ich in der gleichnishaften Vermittlung einer objektiven Erkenntnis des Seins durch Farbe; verstanden als Konzentrat einer jeweils ganzheitlichen Gestalt des Sichtbaren.«
Hans Florey | 1976